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Reinigung und Archivierung
 
Wenn ich eine neue Platte bekomme, untersuche ich diese zuerst auf Schäden (Brüche, Risse, etc.). Die häufigste Beschädigung (abgesehen von Randchips, Nadellöchern u. starken Kratzern) - ist der Bruch von der Außenkante bis zum Mittelloch. Diese Platten lassen sich eigentlich alle retten - ich gebe dazu nur einen kleinen Tropfen "Superkleber" auf den nichtbespielten Rand (Vorsicht - Platte mit der Klebestelle nach unten halten - sonst zieht der Kleber unwillkürlich in die Rille) - das genügt eigentlich um die Platte abzuspielen ("Klackst" zwar - aber ist spielbar). Das war's auch schon mit Reparaturhinweisen - zerbrochene Platten (einzelne Stücke) habe ich schon zig-mal versucht zusammenzukleben - ist mir noch nie gelungen. Mit dem "Ausrichten" von stark-gewellten Platten habe ich keine Erfahrung - sollte es mich aber einmal "treffen" - so werde ich wohl die Variante mit der "Heizdecke" wählen (denke da kann man am Wenigsten falsch machen).

Nachdem ich die Platten also dem ersten "Check" unterzogen habe (Platten für den Verkauf oder Tausch werden gleich in die Liste geschrieben und weggelegt) - geht's an die Reinigung.
Dazu habe ich mir ein Reinigungsgerät zugelegt - dieses funktioniert wunderbar und hat sich mittlerweile schon zig-fach bewährt (- war auch nicht so teuer - ich glaube so an die 30-40 Euro). In ca. ½ Liter Wasser gebe ich 2-3 "Spritzer" Scheuermilch - nach 10 bis 15 Platten austauschen - da ist die "Brühe" braun - für mich ein Zeichen, dass die Mischung richtig war (wasche dann die Platten noch mit klarem Wasser ab). Stark-verschmutzte Platten spiele ich vorher noch mit dem Grammophon (selbstverst. neue Nadel) ab.

Zum Trocknen stelle ich sie dann in einen Plattenständer (Vorsicht - besonders bei ältere Platten greift die Feuchtigkeit das Labelpapier an - nach dem Waschen gleich "abtupfen").

Als Nächstes versuche ich eine (möglichst) originale Hülle zu finden. Dies gelingt mir auch größtenteils ( ca. 90% meiner "Stamm-Sammlung" ist in Originalhüllen) - gewisse Hüllen sind aber sehr schwer aufzutreiben (haupts. ausl. Platten und Exoten, sehr alte Labels - ebeso wie z.B. Woolco, Derby - 25 cm, etc.) - "Swing"-Hüllen - beispielsweise - scheint es gar nicht zu geben(!!??). Außerdem gibt's noch schöne Hüllen mit Portraits der Künstler oder mit Werbung für die hauseigenen Abspielgeräte (hier einige Beispiele)

Dann geht es ans Archivieren und Bewerten (Access-Tabelle) -zumindest angespielt wird jede Neuerwerbung - wenn's die Zeit erlaubt, nehme ich besondere Stücke auch gleich auf (da ist das "Reinschreiben" nicht so fade!!).

Zur Aufbewahrung und Archivierung der Platten habe ich die beiden ausgedienten "Kinderzimmerschränke" meiner Tochter adaptiert. In je 4 unterteilten "Schubladen" bringe ich an die 1500 Platten unter. So kann ich - vorsichtig ausgedrückt - von einer gewissen "Übersicht" sprechen (Na ja). Ein Teil der Schellacks ist in Alben untergebracht. (Hier könnt ihr euch das ansehen)

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