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1978 - ich war gerade 20 Jahre
alt (mein musikalisches Equipment bestand aus einem GRUNDIG - Kasettenrekorder
und dem alten Röhrenradio meiner Eltern) - da erfuhr ich von einem Arbeitskollegen,
dass sich dieser eine "Stereoanlage" zulegen wolle. Der Preis für
das Gerät war "astronomisch" - und um diese Vorhaben zu finanzieren,
trennte er sich von seinen bestehenden Geräten - nebst einer Auswahl von
Tonträgern (Platten und Tonbändern). In der Hoffnung, ein "Schnäppchen"
zu machen, blätterte ich eine Tausender (1.000.-- öS) hin, handelte
es sich doch um einen großen "Haufen" Technik (-
habe dabei wohl die "Quantität" der"Qualität" vorgezogen , denn auch für
die damalige Zeit waren Plattenspieler
Radio und Tonband schon veraltet).
Nach der ersten Inbetriebenahme vermutete ich dann doch, einen krassen
Fehlkauf getätigt zu haben. Die "Rolling Stones"-Platte, die ich mir dazu-spendiert
hatte klang nicht wirklich gut, das Tonband hatte zwar ein Mikrofon aber
keine Anschlussmöglichkeit zu Radio oder Plattenspieler (das hieß wieder
Luft anhalten und regungslos mit dem Mikro vor dem Radiolautsprecher
sitzen, um wenigstens halbwegs brauchbare Aufnahmen meiner heißgeliebten
Blues-Sendungen zu erhalten). Das Radio klang zwar gut - die Hoffnung,
es handle sich um ein Stereogerät erfüllte sich aber nicht (war eben nur
ein Monoradio mit zwei Lautsprechern).
Und dann die Langspielplatten - Arien, Opern, Schlager und Volksmusik
- ein Greuel für einen 20-jährigen "Blues-Rocker"!! Dazu noch sechs dicke
"Uraltplatten" mit
ähnlicher Musik - die sich zudem beim Abspielen noch extrem langsam
anhörten und auf denen sich pro Seite nur eine Aufnahme befand (bin dann
schon draufgekommen, dass sich der Schalter auf 78 umlegen lässt).
Die Enttäuschung war sehr groß - was ich damals aber nicht wusste ist,
dass dies wohl der Grundstein zu meiner heutigen Sammelleidenschaft war.
Die Gerätschaft war - "zwangsläufig"- noch ca. 1 Jahr in Betrieb, dann
hatte auch ich genug Geld zusammen um mir eine dieser tollen "Stereomaschinen"
zuzulegen. Radio, Tonband und Plattenspieler (samt Platten) verschwanden
(gut verpackt ) am Dachboden.
Die Jahre zogen ins Land, Motorradfahren war die Haupt-Freizeitbeschäftigung,
dann wurde eine Familie gegründet, damit's nicht langweilig wird (der
Mensch soll ja in Bewegung bleiben) - wurde ein Oldtimer angeschafft und
in jahrelanger Kleinarbeit restauriert. (Triumph
und Ford)
Während all dieser Zeit schlummerte der Plattenspieler samt Schellacks
(Radio u. Tonband) in seiner Schachtel am Dachboden. Mein
Vater - ein sehr guter Zitherspieler - hatte in seinem Repertoir
(welches von "Schnaderhüpfeln" und lokaler Volksmusik - über typische
Zitherstücke wie "Weg zum Herzen" u. "Harry Lime Thema" - bis hin zu "Bel
Ami" und "Du sollst mir nie mehr rote Rosen schenken" reichte) - auch
ein Stück, das mit den Worten "Gefangen in maurischer Wüste …." begann.
Dies erinnerte mich irgendwann an eine der Platten die dort am Dachboden
lagen und ich denke so Anfang der Neunziger - kamen die guten Stücke vom
Dachboden und wurden fortan (vornehmlich wenn wir Besuch hatten - und
zu später Stunde - immer zur Freude der Gäste) gespielt. Wie es weiterging,
fasse ich in einem Satz zusammen "Flohmarkt - Ebay - Privatauktionen"
- damit, denke ich weiß jeder Sammler Bescheid (aus den 6 Platten sind
mittlerweile ca. 4000 geworden - Tendenz steigend). Heute "gammeln" das
Motorrad und der Oldtimer in der Garage (ist natürlich eine Übertreibung
- aber werden halt nicht mehr so oft bewegt) - und ich sitze im Keller
bei meinen Platten. An dieser Stelle - ein Lob und Danke an meine liebe
Frau, die mich bei meinen Hobby's immer unterstützt hat - und auch jetzt
- zum Einen - viel Verständnis für die vielen Stunden, die ich mit meinen
Platten verbringe zeigt - und zum Anderen - die Freude an jeder Neuerwerbung
mit mir teilt.
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